Die Gefahr des Überversicherns

Welche Versicherungen sind die Richtigen

 

Konrad Gerstenbach will vorzeitig in Pension gehen. Doch dafür muss er finanziell deutliche Einbußen hinnehmen. In der zweiten Folge unserer siebenteiligen Serie fragt er sich, welche Versicherungen die Richtigen für ihn sind.

16.10.2013, von PHILIPP KROHN

 

Ein Auszug aus dem Online-Beitrag

 

“ …Die Pflegeversicherung als großes Fragezeichen.

Noch stärker verunsichert hatte ihn aber eine andere Aussage des Jungmaklers von der GMFS Versicherungsmakler GmbH. Das Pflegerisiko könne existentiell sein, hatte dieser gesagt. In einem etwas komfortableren Altenpflegeheim in einer Großstadt koste ein Platz derzeit 3700 Euro im Monat in der betreuungsintensiven Pflegestufe 3. Aus der gesetzlichen Pflegeversicherung stünden ihm 1528,50 Euro zu. Um die Lücke zu füllen, solle er über eine Pflegetagegeld-Versicherung nachdenken.

Einschlafen konnte der Sozialrichter nicht mehr, nachdem er diese schwerwiegenden Überlegungen noch einmal nachvollzogen hatte. Doch obwohl er auf Finanzthemen nie richtig Lust hatte, hielt er sich an seinen alten Leitsatz: „Raubt dir ein Gedanke den Schlaf, hole dir anschließend Expertenrat.“ In der folgenden Mittagspause wählte er deshalb eine Kölner Telefonnummer. Über sie nahm er Kontakt zu einem unabhängigen Finanzberater auf, den ihm einer seiner braungebrannten golfspielenden Ex-Kollegen empfohlen hatte.

Vielleicht macht es Sinn, das Haus zu verkaufen
Wenn es ihn beruhige, könne er über eine Pflegepolice nachdenken, sagte ihm Jörg Wrobbel in dessen Sülzer Büro. „Ich bin aber gegenüber Versicherern skeptisch geworden“, fügte er hinzu. „Die Pflege scheint mir die nächste Sau zu sein, die durchs Dorf getrieben wird, weil Krankenversicherer nicht mehr wissen, wie sie noch Geld verdienen sollen.“ Wrobbel schlug Gerstenbach vor, einmal ganz anders über seine Finanzen nachzudenken: weniger von den Produkten her als mehr von den eigenen Bedürfnissen. Er habe genug Vermögen und eine sehr großzügige Pension, so dass er sich nicht so sehr sorgen müsse… “

 

Die Gefahr des Überversicherns. Auf den Seiten der FAZ